Kenia : Premiere des Film „Eine afrikanische Antwort“ am Drehort

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Als der seither sehr populäre Film „Eine afrikanische Antwort“ (An African Answer) in Burnt Forest vorgeführt wurde, herrschte in der kleinen Stadt, in der der Film gedreht worden war, eine festliche Atmosphäre.

Die Tageszeitung „The Daily Nation“ (die Zeitung mit der grössten Auflage in Ost- und Zentralafrika) hatte das Ereignis in ihrer Regionalausgabe gut vorbereitet. Sie kündigte den Film wie folgt an: „Die Aufführung des Dokumentarfilms über die Versöhnung nach dem durch die Wahlen [von Dezember 2007] ausgelösten Chaos, der in Burnt Forest, einem der Zentren der Gewalt von 2007-2008, gedreht wurde“. Ebenso gut vorbereitet war die britische Botschaft in Kenia: Sie hatte im Vorfeld 100 DVDs des Films bestellt, um sie gratis an Interessierte abzugeben.

Kurz vor der Veranstaltung hatte man einen jungen Mann zu seinen Freunden sagen hören: „Wir feiern heute die Rückkehr des Friedens und unseres Films.“

Fred Killy verteilt DVD des Films, die von der britischen Botschaft gesponsert wurden. (Foto: Alan Channer)Fred Killy verteilt DVD des Films, die von der britischen Botschaft gesponsert wurden. (Foto: Alan Channer)

Erste ZuschauerInnen trafen schon um 9 Uhr morgens im kleinen Saal ein, in dem die Vorführung stattfand. Es war der gleiche Saal des Spitals Ampath, in dem der Imam Ashafa und der Pastor James, zwei Nigerianer, die nach Burnt Forest gekommen waren, um eine Mediation zwischen zwei verfeindeten ethnischen Gruppen, den Kalenjin und den Kikuyu, durchzuführen, ihre Sitzungen abgehalten hatten. Um 11 Uhr waren bereits 140 Interessierte gekommen und ein weiterer Saal musste geöffnet werden.

Das Publikum, das vor allem aus jungen Menschen bestand und in dem Kalenjin und Kikuyu vertreten waren, wurde von Repräsentanten der lokalen Verwaltung und dem traditionellen Führer der Gegend empfangen. Spässe wurden gemacht, wenn der eine oder andere aus dem Publikum erwähnt wurde. Eine Frau, von Gefühlen überwältigt, weinte während des ganzen Films.

Der traditionelle Führer dankte dem Engländer Alan Channer, Regisseur des Films, und Ken Wafula, dem Direktor des Menschenrechts- und Demokratiezentrums in Eldoret (der Hauptstadt der Region), das die beiden Nigerianer damals eingeladen hatte. Danach ermutigte er die ZuschauerInnen dazu, Kommentare zum Film abzugeben. Viele äusserten sich:

Ein älterer Mann: „Dieser Film ist ein Meisterwerk. Er wird den kommenden Generationen zeigen, wie der Frieden in Burnt Forest wieder hergestellt wurde, nach Jahrzehnten des Hasses und der Verbitterung.“ Ein Mann, der damals an dem Versöhnungsworkshop teilgenommen hatte: „Alle vorangegangenen Annäherungsversuche zwischen den beiden verfeindeten Gruppen waren gescheitert, aber der Imam Ashafa und der Pastor James waren erfolgreich. Alle unsere Stammesführer sollten in der Anwendung dieser Methode ausgebildet werden.“

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